2020

11. Dezember 2020 – Nachrichten am Morgen

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Hintergrund
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Namibia steht kurz davor unter anderem von Deutschland wieder zum Corona-Risikoland erklärt zu werden. Die 7-Tages-Inzidenz hat einen Wert von 47 und damit nahezu die deutsche Risikolandgrenze von 50 erreicht. Alleine in den vergangenen zwei Tagen wurden 475 neue Fälle bestätigt.  Gestern waren es 301 und damit der vierthöchste Tageswert in der Pandemie. Gleichzeitigste gelten knapp mehr als 220 Personen als gesund. Fünf weitere Personen sind verstorben und zehn befinden sich auf den Intensivstationen des Landes. Vor allem die Hauptstadt muss laut Gesundheitsministerium kurzfristig mit deutlich strengeren Vorgaben zur Eindämmung der Pandemie rechnen.

Namibia bereitet sich auf die Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus vor. Dies berichtet der Namibian unter Berufung auf Gesundheitsminister Kalumbi Shangula. Ein extra einberufenes technisches Expertenteam setze sich derzeit mit den Vorgaben für die Lagerung und Verteilung eines Impfstoffes auseinander. So wie viele Entwicklungsländer habe Namibia nicht die besten Voraussetzungen hierfür. Vor allem die Kühlung des bisher am vielversprechendsten Impfstoffes stelle ein logistisches Problem da.  Dieses würde vermutlich hunderte Millionen Namibia Dollar kosten. Namibia habe bereits 29 Millionen Dollar, 15 Prozent der Gesamtsumme, gezahlt, um am internationalen Verteilungsprogramm Covax teilzunehmen. Nur acht Staaten in Afrika müssen hierfür zahlen, während 46 kostenlosen Zugang erhielten.

Mindestens vier Richter die in den internationalen „Fishrot“-Skandal involviert sind, haben aufgrund von möglicher Befangenheit eine weitere Arbeit in diesem Zusammenhang abgelehnt. Dies berichten Medien übereinstimmen. Es handele sich um Orben Sibeya, der bereits zuvor als Richter mit dem Skandal zu tun hatte, während die andere Anteilhaber an Fischereiunternehmen seien und somit ein möglicherer Interessenskonflikt vorliegen könne. Bei einem Richter sei die Tochter Magistrat und habe sich als solche mit Kautionsanträgen der Hauptbeschuldigten beschäftigt. Ein weiterer Richter sei in der Anti-Korruptionskommission bei den Ermittlungen involviert gewesen. – Aufgrund der Ablehnungen der Richter wurden nun weitere Kautionsanträge und Voranhörungen auf Ende Januar 2021 verschoben.

Dem namibischen Wildtierforscher und Fotografen Götz Neef geht es nach einem schweren Angriff eines Löwen im Okavango-Delta den Umständen entsprechend gut. Dies gab sein Arbeitgeber, der Botswana Wild Bird Trust, bekannt. Neef war Anfang der Woche nachts in seinem Zelt von einem einzelnen Löwen angegriffen und schwer verletzt worden. Das Tier hatte nur durch den beherzten Einsatz zahlreicher Mitarbeiter des Trusts von Neef abgelassen. Er befindet sich nach der Notversorgung in Maun nun in einem Krankenhaus in Windhoek. Der Löwe wurde nach Rücksprache mit den botswanischen Umweltbehörden wenig später getötet. Es soll sich um ein sehr altes und schwaches Tier gehandelt haben.

Geschrieben von: Redaktion

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9. Dezember 2020 – Nachrichten am Nachmittag

Beinahe ein Drittel aller Anzeigen von geschlechtsspezifischer Gewalt in der Erongo Region sind in diesem Jahr wieder zurückgezogen worden. Seit Januar sind in der Erongo Region 360 GBV Fälle registriert worden, bei 107 davon sind laut Informationen der Nachrichtenagentur Nampa allerdings  die Anzeigen zurückgenommen worden. NamPol Hauptkomissarin Selma Shangula erklärte dazu, dass die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt in Namibia erschwert würde, weil viele Fälle nicht zur Anzeige gebracht oder Zeugen nicht aussagen würden. Sie rief die Öffentlichkeit auf, Gewalt und Missbrauch […]

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