2024

KAZA geht auf Konfrontationskurs mit CITES

todayJuni 3, 2024

Hintergrund
share close

Präsident Nangolo Mbumba beim jüngsten KAZA-Gipfeltreffen in Sambia; © Office of the Namibian President

Die Mitgliedsstaaten des grenzübergreifenden Schutzgebietes KAZA gehen auf Konfrontationskurs mit dem internationalen Artenschutzübereinkommen CITES. Der Abschlusserklärung des jüngsten KAZA-Gipfeltreffens in Sambia zufolge wurden dabei auch Optionen wie ein Austritt aus dem Abkommen oder juristische Mittel in Erwägung gezogen. Auch der verstärkte Handel mit Parteien, die nicht Teil von CITES sind, sei eine Möglichkeit, um von den eigenen Wildtieren und Wildtiererzeugnissen zu profitieren. Namibia fordert dabei unter anderem eine Legalisierung des Handels mit konfisziertem Elfenbein, um mit den Einnahmen daraus den Umweltschutz weiter zu fördern. Mehrere Länder im südlichen Afrika kritisieren auch ein fehlendes Mitspracherecht beim Umgang mit den eigenen Wildtieren. Der KAZA-Abschlusserklärung zufolge sind die Mitgliedsstaaten daher auch aufgerufen, eine SADC-Strategie zum gemeinsamen Umgang mit CITES schnellstmöglich umzusetzen. Sie soll sicherstellen, dass die SADC-Region in Bezug auf CITES mit einer Stimme spricht. Im kommenden August sollen die KAZA-Staaten dazu noch einmal in Botswana zusammenkommen, um ein gemeinsames regionales Positionspapier auszuarbeiten.

Geschrieben von: Redaktion 2

Rate it

0%