Dienstag 10. Dezember 2019

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2. Dezember 2019 - Nachrichten am Morgen

Die Parlaments- und Präsidentschaftswahl ist entschieden. Die Wahlkommission gab am Samstagabend, mit einem Tag Verspätung, das amtliche Endergebnis bekannt. Demnach bleibt Hage Geingob fünf weitere Jahre Staatspräsident Namibias. Er erhielt 56,3 Prozent der Stimmen und damit 30 Prozentpunkte weniger als 2014. Damit folgt für Geingob nach dem besten Wahlergebnis der Geschichte nun das Schlechteste. Die SWAPO gewann 63 der 96 Sitze und verpasste damit die Zweidrittelmehrheit um einen Sitz. Die PDM verdreifachte ihre Sitzzahl auf 16, gefolgt von LPM mit 4 Sitzen. Fünf weitere Parteien sind je mit zwei, drei mit je einem Sitz vertreten. Oppositionsparteien kündigten ein rechtliches Vorgehen wegen Wahlbetruges an.

Bei der zu Ende gegangenen Parlamentswahl konnten neben der PDM, die Ergebnis mehr als verdreifachte, auch kleinere Parteien überraschen. Laut dem amtlichen Endergebnis konnten vor allem die Namibian Economic Freedom Fighters NEFF und die Republican Party RP deutlich mehr Anhänger mobilisieren. So zieht die NEFF mit zwei Sitzen erstmals in die Nationalversammlung ein. Auch die RP konnte deutlich mehr Wähler überzeugen und verdoppelt seine Sitzzahl auf ebenfalls 2. Erneut erlebte die RDP, die ehemals offizielle Opposition, ein weiteres Desaster. Sie hat nun, nach zuvor 3 Sitzen, nur noch einen Abgeordneten im Parlament.

Der bekannte namibische Anwalt Sackey Kadhila soll sich der Strafverfolgung im Rahmen des „Fishrot“-Skandals entziehen. Dies berichten verschiedene Medien unter Berufung auf eine Dokumentation des Senders Al-Jazeera. Kadhila gilt er offiziell als „vermisst”, wobei er möglicherweise bereits das Land verlassen haben soll. Die Behörden führen ihn auf einer Liste von weiteren Verdächtigen im internationalen Skandal um Fischfangrechte. Sechs Personen, darunter die beiden Ex-Minister Bernhard Esau und Sacky Shangala sollen indessen heute erneut vor Gericht erscheinen. – Al-Jazeeras Dokumentation folgte auf die Veröffentlichung von mehr als 30.000 Dokumente auf der Plattform WikiLeaks sowie zwei Dokumentationen des isländischen Fernsehens.

Schon im kommenden Jahr wird Eurowings nicht mehr nach Namibia fliegen, soll aber von einer neuen Lufthansa-Ferienfliegermarke abgelöst werden. Hintergrund ist die Einstellung des gesamten Langstreckenbetriebes der Eurowings, wie AeroTelegraph berichtet. Die neue Airline soll dann die Langstrecken bedienen, während Eurowings weiterhin europaweit fliegen soll. - Erst Ende Oktober hatte Eurowings, diesmal von und nach Frankfurt, wieder Namibia in den Flugplan aufgenommen.

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