Montag 18. Dezember 2017

6. Dezember 2017 - Nachrichten am Morgen

Namibia könnte die finanzielle Unterstützung durch Programme der Europäischen Union verlieren. Laut Nachrichtenagentur Reuters erscheint Namibia auf einer schwarzen Liste von 17 Staaten außerhalb Europas, die als Steueroasen für Firmen und wohlhabende Personen gelten. Diese Liste sei gestern von den Finanzministern der EU abgesegnet worden - als weiterer Schritt gegen Steuerflucht. Die aufgeführten Länder haben demnach ein Steuerrecht, das dem Standard der EU-Staaten nicht entspricht, und zeigen sich offenbar auch wenig kooperativ. Die EU droht damit, den Zugang zu ihren Fonds zu sperren, und will in den kommenden Wochen über weitere Gegenmaßnahmen entscheiden.

Die Polizei Namibias mahnt Autofahrer mit Verkehrsstatistiken, während der Ferienzeit besonders vorsichtig zu fahren. Laut Presseagentur NAMPA geht aus den gestern vorgelegten Daten hervor, dass die Zahl der Unfälle und Verkehrsopfer in der Urlaubszeit in den vergangenen drei Jahren deutlich zugenommen hat. Wurden 2014/15 in den rund 45 Tagen der Sommerferien 614 Unfälle mit 97 Verkehrstoten registriert, waren es 2016/17 bereits 677 Unfälle und 144 Todesopfer. In der ersten Woche der Verkehrssicherheitskampagne dieses Jahres gab es laut Polizei bereits 57 Unfälle mit 23 Toten. In Otjiwarongo haben gestern rund 300 Menschen an einer halbtägigen Gebetsveranstaltung für eine unfallfreie Ferienzeit auf der Fernstraße B 1 teilgenommen.

Verkehrssünder, die ihre Buße nicht bezahlen, sollen ab dem kommenden Jahr verstärkt zur Rechenschaft gezogen werden. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, wird in Windhoek ein Verkehrsgericht geöffnet, an dem ausschließlich Verkehrsdelikte verhandelt werden. Die Stadt Windhoek habe dem Justizministerium zu diesem Zweck das Gebäude der Polizei an der Kreuzung Sam Nujoma Drive und Bismarck Straße zur Verfügung gestellt. Laut Justizministerium soll das Verkehrsgericht spätestens im März voll besetzt sein. Laut NAMPA stehen zurzeit allein in Windhoek mehr als 47.000 Haftbefehle gegen zahlungssäumige Verkehrssünder aus, darunter 17.000 gegen Taxifahrer.

In Meerbusch bei Düsseldorf in Deutschland hat es ein schweres Zugunglück gegeben. Laut örtlicher Feuerwehr wurden 47 Menschen zum Teil schwer verletzt. Insgesamt waren 155 Insassen in dem Zug. Am Abend war auf der Strecke Krefeld - Neuss ein Regionalexpress mit einem Güterzug zusammengestoßen. Zunächst erschwerte eine abgerissene Oberleitung den Zugang zum Zug. Mittlerweile konnten die Rettungskräfte den Zug betreten und die Verletzten bergen Die Unfallursache ist noch völlig unklar.

US-Präsident Trump wird Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Das sagte ein hochrangiger US- Vertreter in Washington vor der angekündigten Rede Trumps zum Status der Stadt. Außerdem will Trump die US-Botschaft in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. Das könne aber noch Jahre dauern hieß es. Jerusalem ist einer der größten Streitpunkte im Nahost-Konflikt. Die Palästinenser fordern den Ost-Teil der Stadt als Hauptstadt eines unabhängigen Staates, Israel will ganz Jerusalem für sich.

Neufarmer sollen besser in Fragen der Landwirtschaft geschult werden. Darauf zielt ein neues Programm des Landwirtschaftsministeriums, das laut Presseagentur NAMPA gestern von Minister John Mutorwa vorgestellt wurde. Man habe festgestellt, dass Neufarmer in der Regel nicht die gewünschten Erträge erwirtschaften, so Mutorwa. Gründe seien vor allem mangelnde Fähigkeiten und nicht ausreichende Unterstützung durch zuständige Institutionen. Das neue Programm soll diese Mängel beheben und innerhalb der kommenden fünf Jahre für deutlich bessere Erträge sorgen. Den Rahmen bildet das so genannte Farmers Support Programme, das von der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ unterstützt wird.

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