Dienstag 23. Oktober 2018

8. Juni 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Stadt Walvis Bay will den Strandabschnitt für das geplante Kongresszentrum „Desert Rose“ in sein Stadtgebiet eingliedern und damit den Weg für den Bau ebnen. Das habe der Stadtrat kürzlich beschlossen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Ein entsprechender Antrag werde von den zuständigen Ministerien geprüft. Bislang ist das 418 Hektar große Gebiet zwischen Langstrand und einem Punkt südlich der Vierkantklippe noch Teil des Dorob-Nationalparks und steht damit unter Naturschutz. Es gilt als wichtiges Brutgebiet der bedrohten Damara-Seeschwalbe. Der Gouverneur der Region Erongo, Cleophas Mutjavikua, unterstützt das Projekt. Ihm zufolge kostet das Kongresszentrum acht Milliarden Namibia Dollar und soll von der Regierung finanziert werden.

Die marode staatliche Straßenbau-Firma RCC muss ihren Multi-Millionen-Vertrag mit dem chinesischen Unternehmen Nantong Sanjian annullieren. Das gesamte Kabinett habe eine entsprechende Entscheidung einiger betroffener Minister von vor zwei Wochen bestätigt, berichtet der Namibian. Der Abschluss des Vertrages sei ohne Rücksprache mit den zuständigen Ministerien erfolgt und daher illegal. Anwälte der RCC bestreiten dies. Die RCC wollte mit der Vereinbarung im Werte von 570 Millionen Namibia Dollar die drohende Schließung abwenden. Laut Bericht hätte der Vertrag der chinesischen Firma Nantong Sanjian Aufträge der RCC für Straßenbauprojekte im Werte von rund zwei Milliarden Namibia Dollar zugesichert.

Auf der Fernstraße B1 zwischen Windhoek und Okahandja hat ein Unfall gestern Nachmittag fünf Menschen das Leben gekostet. Laut Presseagentur NAMPA sind gegen 15 Uhr ein BMW und ein Volkswagen Amarok kollidiert. Fünf Insassen waren auf der Stelle tot. Ein acht Monate altes Baby überlebte den Unfall. Ersten Berichten zufolge soll der Fahrer des BMW auf die Gegenfahrbahn geraten sein, nachdem ein Reifen geplatzt war. - Bereits vorgestern hatte ein geplatzter Reifen bei einem Bus auf der B1 bei Asab südlich von Mariental zu einer Kollision mit vier Toten und vielen Verletzten geführt.

Mitarbeiter der staatlichen Rundfunkgesellschaft NBC drohen mit einem Streik, falls sie die ihnen zugesagte Gehaltserhöhung nicht erhalten. Laut Namibian versammelten sich gestern rund 100 Mitarbeiter vor dem NBC-Gelände im nördlichen Industriegebiet von Windhoek und forderten ein Gespräch mit einem Vertreter des Vorstands. Auch in einigen Regionalbüros der NBC gab es Proteste. Die Mitarbeiter berufen sich auf eine Vereinbarung, der zufolge sie rückwirkend ab April vergangenen Jahres sechs Prozent mehr Gehalt erhalten sollten. Wenn der Vorstand bis kommenden Mittwoch nicht mit ihnen spricht, so ihre Drohung, bleiben die Bildschirme dunkel.

In Guatemala ermittelt die Staatsanwaltschaft nach dem Vulkanausbruch gegen die Sicherheitsbehörden. Es soll geprüft werden, ob sie die Evakuierung zu spät anogeordnet hatten. Der Feuervulkan war am Sonntagmorgen ausgebrochen - die Zahl der Todesopfer ist mittlerweile auf 109 gestiegen.

Die UN-Vollversammlung in New York vergibt heute fünf nicht-ständige Sitze im Sicherheitsrat. Es gilt als sicher, dass Deutschland für zwei Jahre in das Gremium gewählt wird, nachdem Israel seine Bewerbung zurückgezogen hatte. Deutschland gehörte dem Gremium schon fünfmal an. Die fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder sind die USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok