2016

8. August 2016 – Nachrichten am Morgen

todayAugust 8, 2016

Hintergrund
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Namibia Dollar; © Bank of Namibia/Wikimedia Commons

Das geplante Gesetz zur Förderung historisch Benachteiligter in der Wirtschaft (NEEEF) ist aus finanzieller Sicht unrealistisch. Darauf habe die Bankenvereinigung auf der Anhörung Ende vergangener Woche in Windhoek hingewiesen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach gibt es gar nicht genügend Kapital im Land, um den Kauf von 25 Prozent der Anteile aller Firmen zu finanzieren. Zudem hätten die Anwesenden Rassendiskriminierung sowie Eingriffe in Eigentumsrecht und Vereinigungsfreiheit durch das Gesetz angeprangert und als Verstöße gegen die Verfassung bezeichnet. Die Börse und die Bergbaukammer warnten vor Prozessen. Laut AZ wurde auch vorgeschlagen, dass das Gesetz nur für Firmen mit bestimmter Größe gelten sollte. Im Gespräch waren Mindestgrößen von 20 bis 50 Mitarbeitern oder 10 bis 100 Millionen Namibia Dollar Jahresumsatz. – NEEEF sieht vor, dass alle Firmen 25 Prozent ihrer Anteile an historisch benachteiligte Namibier abgeben.

Der türkische Staatschef Erdogan hat erneut für die Einführung der Todesstrafe geworben. Auf einer Großdemo in Istanbul mit mehreren hunderttausend Teilnehmern versprach er der jubelnden Menge, er würde einem solchen Gesetz zustimmen. Erdogan intoniert damit die Kritik des Westens. Trotzdem setzt Berlin aktuell noch weiter auf den Dialog.

Die britische Anti-Korruptionsbehörde hat Ermittlungen gegen den europäischen Flugzeugbauer Airbus eingeleitet. Es soll um Betrug, Bestechung und Korruption in den zivilen Luftfahrtaktivitäten gehen. Airbus teilte mit, man sei über die Ermittlungen auf dem Laufenden und arbeite mit den Ermittlern zusammen.

In Oshakati haben landlose Einwohner den Friedhof im Westen der Stadt besetzt. Wie der Namibian berichtet, wurden Grabsteine entfernt und bereits acht Wellblech-Hütten errichtet. Bei Anwohnern habe dies empörte Reaktionen ausgelöst. Man könne nicht auf dem letzten Ruheplatz der Verstorbenen wohnen, ohne deren Zorn auf sich zu ziehen. Laut Bericht ist der Friedhof nicht mehr in Betrieb.

Aufgrund der Dürre müssen in den Nationalparks im Zentrum und im Süden Namibias Hunderte Tiere erlegt werden. Das kündigte Umweltminister Pohamba Shifeta laut Allgemeiner Zeitung vergangene Woche an. Der Zustand der Weide habe sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschlechtert. Vor allem in kleineren Naturschutz-Gebieten wie dem Daan-Viljoen-Park bei Windhoek und den Parks an den Stauseen Hardap und Naute müssten die Wildzahlen verringert werden. Shifeta sprach der AZ zufolge von insgesamt 300 Wildtieren.

In Mariental ist eine chinesische Ziegelei wegen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für die Mitarbeiter geschlossen worden. Das habe die Geschäftsführung am Samstag bestätigt, meldet die Presseagentur Nampa. Demnach bemängelten Inspektoren der Arbeits- und Gesundheitsbehörden, dass es nicht genügend Toiletten und fließend Wasser gebe. Auch seien die Arbeiter aggressiven Chemikalien und Staub ausgesetzt, ohne dass Helme, Schutzbrillen oder Staubmasken gestellt würden. Die Firma Mariental Bricks beschäftigt 100 bis 300 Mitarbeiter.

Geschrieben von: Redaktion

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Rugby-Jerseys Namibias; © Hesron Kapanga

Sport

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Sport in Namibia Rugby Nach einem deutlichen 60 zu 22 ist Namibia erneut Rugby-Afrikameister geworden. Es war der fünfte Titel für die Welwitschias und nach 2014 und 2015 der dritte in Folge. Damit gilt die Mannschaft auch wieder als Favorit für die Qualifikation zur Rugby-Weltmeisterschaft 2019. Darum geht es 2018 in der Division 1A. Fußball Nach dem Sieg des U17-COSAFA-Cups musste die Mannschaft in der Qualifikation zur Fußballafrikameisterschaft eine Pleite […]

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