2015

9. Oktober 2015 – Nachrichten am Morgen

todayOktober 9, 2015

Hintergrund
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Für Deutschland bleibt die Regierung Namibias alleiniger Ansprechpartner für Gespräche über den Völkermord im Kolonialkrieg 1904 bis 1908. Das habe der Präsident des Deutschen Bundestages Norbert Lammert gestern bekräftigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Er habe allerdings festgestellt, dass es in Namibia verschiedene Gruppen und Erwartungen gebe. Vertreter von Herero und Nama hatten während einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend erneut gefordert, am Dialog beteiligt zu werden. Indessen lobte Lammert Namibia für seine Fortschritte in den 25 Jahren der Unabhängigkeit und für seine stabile Demokratie. Gestern besichtigte Lammert den Hafen in Walvis Bay. Heute endet sein viertägiger Arbeitsbesuch.

Ein Mann aus Mariental muss wegen des Mordes an seiner Freundin für 38 Jahre ins Gefängnis. Das berichtet der Namibian. Der Mord an der Mutter dreier Kinder sei brutal, grausam und unmenschlich gewesen, begründete das Obergericht das Strafmaß. Der 41-jährige Mann hatte seine 29-jährige Freundin im Dezember 2012 in Mariental durch mehrere Nachbargrundstücke gejagt und schließlich von hinten erstochen. Er hatte sie beschuldigt, weiter mit ihrem Ex-Freund zu schlafen.

Angesichts der Eskalation der Gewalt hat Israel erneut den Zugang zum Tempelberg in Jerusalem für Muslime beschränkt. Kein Mann unter 50 Jahren dürfe zu den Freitagsgebeten auf das Gelände, so die Behörden. Hintergrund sind die jüngsten Messerattacken gegen Israelis. Regierungschef Netanjahu sprach von einer Welle des Terrors. Die israelischen Behörden hatten erst vorgestern die Einschränkungen beim Zugang für Muslime zum Tempelberg wieder aufgehoben. An der für Juden und Muslime heiligen Stätte entzünden sich immer wieder Konflikte.

CSU-Chef Seehofer hat seine Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Merkel erneuert. Viele Gesten aus Berlin seien als Einladung von den Flüchtlingen verstanden worden, nach Deutschland zu kommen, sagte Seehofer der Bild-Zeitung. Die Kanzlerin müsse klar sagen, wir bleiben human, wir helfen, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt, so der CSU-Chef. Das bayerische Kabinett will heute in einer Sondersitzung Notmaßnahmen in der Flüchtlingskrise beschließen. Unter anderem geht es darum, Flüchtlinge direkt in andere Bundesländer durchzuleiten oder, wenn sie keine Bleibeperspektive haben, an der Grenze wieder zurückzuschicken.

Staatsanwaltschaft und Polizei haben wegen der Abgas-Affäre bei Volkswagen das Stammwerk in Wolfsburg und mehrere Privatwohnungen durchsucht. Die Ermittler stellten Unterlagen und Datenträger sicher und erhoffen sich Hinweise darauf, wer an der Manipulation beteiligt war. Unterdessen wird deutlich, dass nicht nur ein Motor manipuliert wurde, sondern das ganze System, jedoch nicht nur bei VW, so Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe.

FIFA-Präsident Blatter will seine Suspendierung nicht einfach hinnehmen – er erhebt nun doch Einspruch gegen die von der FIFA-Ethikkommission verhängte Sperre. Zuvor hatte schon UEFA-Präsident Platini Berufung angekündigt. Die Ethikkommission hatte die beiden Top-Funktionäre für 90 Tage von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen. Hintergrund sind die Betrugsermittlungen der Schweizer Behörden wegen dubioser Finanztransaktionen.

Der Pensionsfonds für staatliche Institutionen (GIPF) muss Milliardensummen aus Südafrika abziehen und in Namibia investieren. Das habe Finanzminister Calle Schlettwein bestätigt, berichtet der Namibian. Bei der Anweisung an den GIPF gehe es um fünf bis zehn Milliarden Namibia Dollar, mit denen die heimische Wirtschaft gestärkt werden solle. Die Regierung werde das Geld nicht anfassen, betonte Schlettwein. Pensionsfonds sind seit 2014 gesetzlich verpflichtet, 1,75 bis 3,5 Prozent ihrer Mittel in Namibia zu investieren. Der GIPF verfügt über ein Gesamtvolumen von mehr als 90 Milliarden Namibia Dollar. Ein Teil davon ist jedoch bereits im Land angelegt.

Unternehmen aus der Türkei sollten in den verarbeitenden Sektor Namibias investieren. Dazu habe Fischereiminister Bernhard Esau auf dem namibisch-türkischen Geschäftsforum gestern in Windhoek aufgerufen, meldet die Presseagentur Nampa. Namibia brauche Investitionen für das Wachstum der Wirtschaft, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Einführung neuer Technologien. Auf dem eintägigen Geschäftsforum trafen sich Delegierte von türkischen Firmen mit Vertretern der Regierung sowie der Industrie- und Handelskammer Namibias.

Geschrieben von: Redaktion

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