Montag 22. Oktober 2018

10. August 2018 - Nachrichten am Morgen

Im Büro des Vize-Präsidenten gibt es einen Konflikt um die Vergabe von Aufträgen für die Lieferung von Nahrungsmitteln an marginalisierte Gemeinschaften. Laut Namibian will der Vize-Direktor der zuständigen Abteilung die Verträge mit den bisherigen neun Firmen bis kommenden März ohne Ausschreibung verlängern. Der Vergabeprozess auf Grundlage des kürzlich eingeführten neuen Beschaffungsgesetzes sei zu langwierig und würde die Ausgabe der Nahrungsmittel verzögern. Die bisherigen Aufträge liefen laut Namibian bis Ende Mai. Der zuständige Staatssekretär widersprach dem Vorhaben und sicherte eine reguläre Ausschreibung zu. Es geht um 36 Millionen Namibia Dollar, die die Regierung für die Hilfe in From von Maismehl, Speiseöl und Dosenfisch bereitgestellt hat. Ob und wie die marginalisierten Gemeinschaften seit Juni versorgt werden, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Bürger Namibias, die für eine Reise nach Europa ein Schengen-Visum benötigen, sollten es bereits lange vor Abflug beantragen. Darum habe der deutsche Botschafter Christian Schlaga gestern auf einer Pressekonferenz gebeten, berichtet die Allgemeine Zeitung. Es gebe einen Rückstau an Anträgen und die zuständige Abteilung in der Botschaft sei überlastet. In den vergangenen Monaten hätten Antragsteller allein auf den Termin für das nötige Gespräch mit dem Sachbearbeiter bis zu sieben Wochen warten müssen. Schlaga zufolge wurden nun zusätzliche Zeitfenster für die Annahme von Visa-Anträgen geschaffen. Die Kapazität der Visum-Abteilung sei jedoch begrenzt. In jüngster Zeit hatten Geschäftsreisende und Urlauber ihren Flug nicht antreten können, weil das Visum nicht rechtzeitig ausgestellt wurde.

Bei der Einkaufspassage Platz am Meer in Swakopmund werden Vorwürfe mangelnder Baugenehmigungen auf höchster Ebene geprüft. Laut Allgemeiner Zeitung hat ein ministerielles Komitee die vor zwei Jahren fertiggestellte Anlage am Samstag besichtigt. Es solle nun untersuchen, ob sie zu 90 Prozent auf einem Gelände errichtet wurde, das eigentlich dem Meer zuzuordnen ist. Kritikern zufolge hat die Stadt die in der Seeuferverordnung von 1958 gesetzte Hochwassermarke und damit die Stadtgrenze in Richtung Meer verschoben. Dem Entwickler der Anlage mit Einkaufszentrum und Apartments drohen laut AZ Geldstrafen. Ob die Stadtverwaltung sich für die Erteilung der Genehmigung verantworten muss, wird im Bericht nicht erwähnt.

Das Ministerium für Umwelt und Tourismus will seine Mitarbeiter zu einer kundenorientierten Arbeit verpflichten. Das habe Minister Pohamba Shifeta gestern bei Vorstellung der Customer Service Charter deutlich gemacht, meldet die Presseagentur NAMPA. Einige Mitarbeiter seien der Meinung, sie würden nicht für Kundenfreundlichkeit bezahlt. Dabei würden sie vergessen, dass jene Kunden, die sie missachten, für die Zahlung ihres Gehaltes sorgen. Shifeta zufolge wird sein Ministerium mit Umsetzung der Charta nicht nur Ausländern, sondern auch Namibiern einen guten Dienst bieten.

Nach einem tödlichen Angriff auf einen Schulbus in Jemen fordert UN-Generalsekretär Guterres eine schnelle Untersuchung des Vorfalls. Gleichzeitig mahnte er alle Seiten in dem Bürgerkriegsland an, ihre Verpflichtungen nach internationalem humanitärem Recht einzuhalten - Zivilisten müssten verschont werden. Gestern waren bei einem Angriff der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition fast 30 Kinder getötet worden - 30 weitere wurden verletzt, teilte das Rote Kreuz mit.

Die UN-Vollversammlung entscheidet heute über die Ernennung von Chiles Ex-Präsidentin Bachelet zur neuen Menschrechtskommissarin. Die 66-jährige war von Generalsekretär Guteres für das Amt vorgeschlagen worden. Dipolmaten gehen davon aus, dass Bachelet genügend Stimmen erhält. Der bisherige Kommisars al-Hussein stellt sich nicht mehr zur Wahl. Er hatte die Unterstützung einflussreicher Länder verloren. In der Vergangenheit hatte Al-Hussein immer wieder US-Präsident Trump kritisiert.


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