Montag 18. Dezember 2017

11. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Finanzminister Calle Schlettwein hat in London ein konstruktives Gespräch mit der Ratingagentur Moody’s geführt. Er rief die Agentur jedoch auf in Zukunft Namibia als unabhängigen Staat bei Entscheidung zum Rating zu konsultieren. Zuletzt hatte Moody’s Namibias Kreditwürdigkeit auf Ba1 zurückgestuft. Vor allem seien die Haushaltslöcher zu groß hieß es damals. Die namibische Regierung hatte daraufhin von einer falschen Entscheidung gesprochen, da zahlreiche Mechanismen zur Konsolidierung bereits genutzt würden.

Die neuen nationalen Regelungen für Schüler der 8. Klassen würde viele vor eine unüberwindbare Aufgabe stellen. Dies sagten einige Schulleiter an staatlichen Schulen, wie der „Namibian“ berichtet. Laut den neuen Lernanforderungen für Achtklässler gibt es keine Schulnoten F und G mehr. Nun müsse ein E in Versetzungsfächern erreicht werden. Dieses entspricht einem Prozentsatz von 40 Prozent. – Namibias Bildungssystem hat seit Jahren mit extrem hohen Durchfallquoten zu kämpfen, obwohl im internationalen Vergleich die Anforderungen gering sind.

Kenias Oppositionsführer Raila Odinga tritt zur Wiederholung der Präsidentschaftswahlen nicht an. Dies teilte der ärgste Konkurrent von Amtsinhaber Uhuru Kenyatta mit. Nach der vom Verfassungsericht wegen Unregelmäßigkeiten annullierten Präsidentschaftswahl, soll am 26. Oktober erneut in Kenia gewählt werden. Odinga gab an, dass sich hierfür aber nicht an den Wahlumständen geändert habe. Geforderte Umstrukturierungen bei der Wahlkommission seien nicht umgesetzt worden.

Katalonien will sich - zumindest vorerst - nicht von Spanien abspalten. Regionalpräsident Puigdemont hat am Abend zwar eine Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. Die bleibt aber erstmal in der Schublade. Er will das Ganze erstmal aussetzen, um Gespräche mit der Zentralregierung in Madrid zu ermöglichen. Mit dem Referendum vor gut einer Woche habe das Volk der Regierung aber das Mandat zur Abspaltung gegeben. Ein Dialog mit Madrid dürfte allerdings schwierig werden: Spaniens Ministerpräsident Rajoy will erst Gespräche führen, wenn die katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen vom Tisch sind. Heute findet eine Sondersitzung des Kabinetts der spanischen Zentralregierung statt, dabei soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Bei den schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Kalifornien sind bislang mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Feuerwehrleute kämpfen derzeit gegen die Flammen, die besonders in den berühmten Weinbaugebieten Sonoma und Napa Valley zehntausende Hektar Land und hunderte Gebäude zerstörten. Mehr als 25.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

US-Präsident Trump empfängt heute Kanadas Regierungschef Trudeau in Washington. Trudeau will unter anderem Handelsfragen ansprechen: Konkret dürfte es dabei auch um das Nordamerikanische Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Kanada und Mexiko gehen. Trump hatte das Abkommen als schädlich für die US-Wirtschaft bezeichnet und will es neu verhandeln. Die Handelsbeziehungen zwischen Kanada und den USA befinden sich auf einem Tiefstand. Die US-Seite hatte Kanada zuletzt Dumping-Methoden vorgeworfen.

Air Namibia musste knapp 120 Fluggäste nach Frankfurt umbuchen, da das Flugzeug für Jugendliche genutzt wurde, die zu einer Veranstaltung nach Russland reisen sollten. Dies bestätigte laut „Namibian“ der Sprecher der staatlichen Fluggesellschaft. Einige der auf den Linienflug nach Frankfurt gebuchten Passagiere würden nun heute erst wieder nach Deutschland fliegen können. Air Namibia gab als Erklärung an, dass es sich um ein Welttreffen der Jugend gehandelt habe, die politische Priorität habe. Alle Kosten der Passagiere würden übernommen werden. Die Regierung zahle die Überstellung der Maschine von Russland nach Frankfurt, hieß es.

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