Dienstag 11. August 2020

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15. März 2018 - Nachrichten am Morgen

Das Umweltministerium wird wegen der Lieferung infizierter Büffel auf zwei Millionen Namibia Dollar Schadenersatz verklagt. Laut Allgemeiner Zeitung geht es um acht Büffel, die 2014 von einer Stiftung aus Südafrika ersteigert worden waren. Demnach wurden sie gemeinsam mit Büffeln anderer Auktionsteilnehmer nach Südafrika transportiert und im Quarantäne-Kamp in Kimberley getestet. Bei zwei der Tiere sei eine Infektion mit Tuberkulose festgestellt worden. Aufgrund der Ansteckungsgefahr mussten sämtliche 87 Büffel nach Namibia zurücktransportiert werden - darunter auch die acht Tiere der Kläger. Auflage der Auktion sei gewesen, dass Veterinäre alle zu versteigernden Büffel auf alle Krankheiten getestet und für gesund erklärt hätten. Daher fordern die Kläger die Kaufsumme und alle angefallenen Kosten wie etwa für den Transport von insgesamt über zwei Millionen Dollar zurück.

Die Regierung teilt trotz anderslautender Ankündigung vorerst keine Ergebnisse zur Kabinettssitzung über das umstrittene Quotengesetz zur Förderung ehemals Benachteiligter in der Wirtschaft (NEEEF) mit. Eine Anfrage der Allgemeinen Zeitung, ob Medienberichte über eine Streichung der 25-Prozent-Klausel stimmen würden, wurde weder bestätigt noch dementiert. Man müsse über die bei den öffentlichen Beratungen erhaltenen Anregungen noch nachdenken, hieß es vom zuständigen Büro der Premierministerin. Laut Bericht des Windhoek Observer vom vergangenen Freitag hat das Kabinett bei seiner jüngsten Tagung die Klausel gestrichen, derzufolge ein Unternehmen 25 Prozent seiner Anteile an ehemals Benachteiligte abgeben muss.

In Namibia nimmt der Betrug mit gefälschten Zeugnissen zu. Seit 2015 seien rund 300 Fälle bei der Polizei angezeigt worden, teilte die Namibia Qualifications Authority (NQA) mit. Jüngster Fall ist laut Bericht des Namibian ein 26-Jähriger aus Liberia, der im vergangenen Monat wegen gefälschter Qualifikationen zu 10.000 Namibia Dollar Geldstrafe oder 18 Monaten Haft verurteilt worden sein soll. Die NQA warnte zugleich vor zweifelhaften Bildungs-Instituten, die wie Pilze aus dem Boden schießen würden. Vor Anmeldung bei einer Institution solle man bei der NQA anfragen, ob sie akkreditiert ist.

Mit Hilfe Indiens sollen Vorschriften für den Bergbau in Namibia zum Schutz von Arbeitern und der Umwelt verbessert werden. Laut Presseagentur Nampa unterzeichneten das Umweltministerium und das indische Zentrum für Wissenschaft und Umwelt (CSE) gestern eine Absichtserklärung. Im Rahmen der Süd-Süd-Kooperation solle eine Plattform geschaffen werden, durch die Namibia, Tansania und Indien voneinander lernen könnten, hieß es. Als Beispiel wurden Richtlinien zur Sicherheit und Gesundheit von Bergarbeitern, zu Inspektionen und zur Umweltverträglichkeit genannt. Demnach wird in Namibia bei den Umweltverträglichkeitsstudien der Einfluss des Bergbaus auf die Artenvielfalt zurzeit nicht berücksichtigt.

Der Weltsicherheitsrat hat sich auf einer Sondersitzung mit dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Skripal in Großbritannien beschäftigt.
Dabei stellte sich die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen auf die Seite der britischen Regierung - und warf Russland vor, für den versuchten Mord verantwortlich zu sein. London hat nach dem Vorfall Sanktionen gegen Russland angekündigt - unter anderem werden 23 russische Diplomaten ausgewiesen.
Der russische UN-Botschafter wies die Anschuldigungen zurück - und warf Premierministerin May vor, für eine hysterische Atmosphäre zu sorgen.

Bei der Nachwahl im US-Bundesstaat Pennsylvania zeichnet sich eine Niederlage der Republikaner ab. Nach Auszählung fast aller Stimmen lag der Demokrat Conor Lamb im Rennen um einen Sitz im US-Repräsentantenhaus mit hauchdünner Mehrheit vor seinem Konkurrenten von den Republikanern. Für Präsident Trump dürfte das ein Alarmsignal sein: In diesem Bezirk hatte er die Präsidentschaftswahlen mit 20 Prozent Vorsprung gewonnen. Die Nachwahl in Pennsylvania gilt auch als Stimmungstest für die "Mid-Term"-Wahlen im November, bei denen ein Drittel der Senatoren und das gesamte Repräsentantenhaus des US-Kongresses neu gewählt werden.

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