Montag 10. Dezember 2018

23. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Im Betrugs-Prozess um die Firma Avid Investment wird die Schlüsselfigur durch einen Brief belastet. Laut Namibian wurde gestern im Obergericht ein Schreiben vom Januar 2005 vorgelegt, das vom Angeklagten Nico Josea unterzeichnet worden war. Unter dem Namen des Adressaten stehe deutlich der Firmenzug Avid Investment. Josea behauptet dagegen, bis zum Auffliegen des Betrugs im Juli 2005 nichts von der Existenz der Firma gewusst zu haben. Im Prozess geht es um die verschwundenen 30 Millionen Namibia Dollar der Social Security Commission SSC, die Avid 2005 im Ausland angelegt haben sollte.

Die Wilden Pferde der Namib werden ohne Hilfe des Menschen bis August aussterben. Davor warnt die Namibia Wild Horses Foundation in einer Pressemitteilung. Nach Jahren der Dürre in dem Gebiet um Garub westlich von Aus sei das Wild in Gegenden mit mehr Weide gezogen, so dass die Pferde die einzige Nahrungsquelle der dort lebenden Hyänen seien. Trotz Zufütterung dank Spenden in Höhe von insgesamt 1,5 Millionen Namibia Dollar habe seit 2013 kein Fohlen überlebt. Mittlerweile seien nur noch 42 Stuten übrig. Auch in dieser Regenzeit hat es bei Garub kaum geregnet. Mit Zustimmung des Umweltministeriums will die Stiftung die Hyänen nun übergangsweise füttern, um sie von Beutezügen abzuhalten. Außerdem sucht sie Farmland als neue Heimat für die Pferde.

Der Terroranschlag in London mit insgesamt fünf Toten und 40 Verletzten hat einen islamistischen Hintergrund. Davon geht die Polizei jetzt aus. Gestern Nachmittag war ein Mann zunächst mit einem Auto in eine Menschenmenge gefahren und soll dann versucht haben, bewaffnet ins Parlamentsgebäude einzudringen. Er wurde schließlich erschossen. Es soll sich um einen Einzeltäter handeln.

Das US-Repräsentantenhaus stimmt heute über das Aus für Obamacare ab.  Das Gesundheitssystem von Ex-Präsident Obama soll durch ein neues Modell ersetzt werden, das von der Fraktionsführung der Republikaner ausgearbeitet wurde und von Präsident Trump unterstützt wird. Obwohl die Republikaner in der Kongresskammer in der Mehrheit sind, ist eine Zustimmung nicht sicher. Denn: Manchen Abgeordneten geht der Plan zu weit, anderen nicht weit genug.

Im Kampf gegen Tuberkulose und HIV in Namibia gibt es leichte Fortschritte. Das erklärte US-Botschafter Thomas Daughton laut Namibian gestern in Katutura. Von zehn Tuberkulose-Kranken seien im Schnitt vier HIV-positiv. Diese Rate sei eine der höchsten der Welt. Dank guter Aufklärungskampagnen sinke die Rate jedoch allmählich. Daughton besuchte die Okuryangava-Klinik, die mithilfe von Geldern der USA mit spezieller Ausrüstung zur Behandlung von TB-Patienten ausgestattet worden war. Dort wird zugleich HIV-Aufklärung betrieben. Rund 1.000 Patienten im Distrikt Windhoek und 3.500 landesweit haben laut Daughton von dem Projekt profitiert.

Die Regierung Namibias sollte umgehend Schritte unternehmen, um das Flutwasser im Norden des Landes produktiv zu nutzen. Das habe der Präsident der führenden Oppositionspartei DTA, McHenry Venaani, gestern in einer Erklärung gefordert, meldet die Presseagentur NAMPA. Bisher gebe es keinerlei Pläne, unterirdische Reservoirs oder Stauseen anzulegen. Zugleich kritisierte Venaani, dass bisher keine Vorkehrungen gegen das Flut-Phänomen Efundja getroffen worden seien, obwohl man wisse, dass es in diesem Jahr früher zu erwarten sei als sonst.


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