Dienstag 07. Juli 2020

Music low res4 300ppx

 

25. Juni 2020 - Nachrichten am Morgen

Im internationalen “Fishrot”-Skandal kommt der mitverdächtige Geschäftsmann James Hatuikulipi immer mehr in Bedrängnis. Nun ist laut dem Namibian eine SMS aufgetaucht, in dem er dem untergetauchten Rechtsanwalt Marén de Klerk auffordert 2 Millionen Namibia Dollar an „den Boss“ auszuzahlen. Die Textnachricht soll aus dem August 2017 stammen. Die Erkenntnis geht aus einem Finanzbericht des Unternehmens Ernest & Young im Auftrag der namibischen Anwaltskammer hervor. Demnach seien mindestens 75 Millionen Namibia Dollar über die Kanzlei im Rahmen von „Fishrot“ abgewickelt worden. Mit „Boss“ soll wohl der ehemalige namibische Justizminister Sacky Shangala gemeint sein.

In Otjiwarongo werden nun mehr als 300 Billighäuser in einem Public-Private-Partnership gebaut. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Ein dementsprechender sei mit dem Privatunternehmen „Unistrat Property Investment” geschlossen worden. Neben der Erschließung des Baulandes werde das Unternehmen auch 1- und 2-Schlafzimmerhäuser in der Extension 13 der Ortschaft errichten. Alle Häuser sollen den Endabnehmer weniger als 400.000 Namibia Dollar kosten, betonte die Stadtverwaltung. Zudem sollen noch in diesem Jahr weitere 4000 Grundstücke durch die Stadt in informellen Wohngebieten erschlossen werden.

Arbeitsminister Utoni Nujoma will die Offenlegung der Vermögen von Ministern gesetzlich geändert haben. Dies teilte er gegenüber der Nationalversammlung. Die geforderte Transparenz könne zu einer Ausnutzung durch politische Gegner führen, so Nujoma. Ein dementsprechender Passus zur Offenlegung solle aus dem derzeit diskutierten Gesetzesvorschlag zum Zugang zu staatlichen Informationen gestrichen werden. Zuvor war Nujoma von Oppositionsführer McHenry Venaani verbal attackiert worden. Es sei nicht verständlich, wie ein normaler Mensch so viel Vermögen haben könne. Nujoma hatte vor zwei Jahren Teile seines Vermögens, darunter ein Haus in Japan, angegeben. Die Offenlegung ist seit 1996 gesetzlich vorgeschrieben. Dieser wird aber nur von den wenigsten politischen Würdenträgern Folge geleistet.

Die Fischfabrik von Seaflower in Walvis Bay hat zum Monatsende Entlassungen von 600 Zeitarbeiter angekündigt. Dies bestätigte laut dem Namibian Geschäftsführer Adolf Burger. Die Entlassungen seien vor allem einer niedrigeren Zuteilung von Fangquoten geschuldet. Einem Vertreter der Arbeitnehmer nach wollen diese gegen die Entlassungen vorgehen. Burger nach habe die Regierung Verträge gebrochen und nur ein Drittel der zugesicherten Quote zugestanden. Die Jobs von weiteren 450 Zeitarbeitern und knapp 60 festangestellten stünden ebenfalls auf dem Spiel.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.