Samstag 18. November 2017

7. September 2017 - Nachrichten am Morgen

Das Innenministerium hat bei der Klage einer im Land lebenden Ausländerin gegen ihre Ausweisung erneut eine Schlappe erlitten. Laut Allgemeiner Zeitung hob das Gericht die Anordnung des Ministeriums gegen die deutsche Geschäftsfrau Petra Illing auf, Namibia innerhalb von 21 Tagen zu verlassen. Dasselbe gelte für die Entscheidung, die Arbeitserlaubnis nicht zu verlängern. Dies ist laut AZ solange wirksam, bis geklärt wird, ob die seit 22 Jahren in Namibia lebende Illing ein Bleiberecht hat und die angeordnete Ausweisung auf eine Intrige zurückgeht. Illing zufolge haben sich ein Ex-Geschäftspartner aus Simbabwe und eine Mitarbeiterin des Investment Centres gegen sie verschworen und versucht, sie nach dem Abbruch ihrer Partnerschaft mithilfe des Innenministeriums aus dem Wege zu schaffen.

Die Staatsanwaltschaft muss sich beim Vorgehen gegen mutmaßliche Geldwäsche genau an vorgeschriebene Fristen halten. Das habe das Obergericht auf Klage einer spanischen Fischerei-Firma entschieden, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach ordnete es den Zugriff der Firma auf ihr eingefrorenes Konto mit 11 Millionen Namibia Dollar an. Die Staatsanwaltschaft hatte die Summe Anfang Januar vorläufig beschlagnahmt und dies Ende Mai verlängert. Das Gesetz gegen organisierte Kriminalität Poca schreibt jedoch vor, innerhalb von 120 Tagen einen Antrag auf Enteignung zu stellen und die Betroffenen zu informieren. Dies war unterblieben. Der spanischen Firma zufolge handelt es sich um Einnahmen zweier Firmen, die in Angola aktiv sind das namibische Konto aufgrund der dortigen Devisenbeschränkungen nutzen.

Hurrikan Irma hat auf seinem Weg durch die Karibik eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Insel Barbuda sei nur noch ein Haufen Schutt, erklärte der örtliche Regierungschef.  Auf Puerto Rico ist die Stromversorgung zusammengebrochen. Bislang sind mindestens sechs Menschen durch den Wirbelsturm ums Leben gekommen. Irma erreiche zwischenzeitlich Windgeschwindigkeiten von 300 kmh und zieht nun weiter Richtung US-Küste. Der Bundesstaat Florida hat bereits erste Evakuierungen angeordnet.

Alle Grenzübergänge Namibias werden mit einem biometrischen System zur Personenkontrolle ausgestattet. Das habe Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana gestern angekündigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Damit werde die Kontrolle von Ein- und Ausreisenden deutlich verbessert. Das biometrische System besteht in elektronischer Erfassung von Gesicht und Fingerabdruck. Am Internationalen Flughafen Hosea Kutako ist es laut NAMPA bereits seit Freitag vergangener Woche im Betrieb. An den anderen Grenzübergängen wird das neue System nach und nach installiert.

Im September und Oktober zeigt Deutschland in Namibia wieder richtig Flagge. Im Rahmen der Deutschen Wochen seien fast 70 Veranstaltungen geplant, berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Botschaft und das Goethe Institut. Den Auftakt bildet demnach am Freitag kommender Woche ein Dichter-Wettstreit an der Deutschen Höheren Privatschule. Im Mittelpunkt stünden Sprache und Kultur, wie etwa beim Kulturfest der Privatschule Omaruru oder beim Vortrag in der Lukaskirche in Windhoek über Martin Luther. Hinzu kommen Info-Events über Projekte von Institutionen des „Teams Deutschland“ wie die Filmvorführung über das Naturschutzgebiet KAZA im Nordosten Namibias im Goethe Institut. Die Deutschen Wochen finden zum zweiten Mal seit 2015 statt und gehen am 7. Oktober zu Ende. Zum Programm siehe www.german-weeks.com.na.

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