Dienstag 21. November 2017

16. Mai 2017 - Nachrichten am Morgen

Gegen drei Ex-Manager der SME-Bank wird strafrechtlich ermittelt. Laut Namibian hat der von der Bank of Namibia eingesetzte Geschäftsführer, Bernastus Herunga, wegen der dubiosen Anlage von Geldern in Südafrika Strafanzeige gegen Ex-SME-Chef Tawanda Mumvuma und zwei führende Manager gestellt. Details seien nicht bekannt. Das Trio floh im Februar außer Landes, kurz bevor die Bank of Namibia die SME-Bank unter Zwangsverwaltung stellte. Die Ex-Manager hatten kurz darauf erfolglos auf Wiedereinstellung geklagt. Ihr Anwalt sagte dem Namibian nun, er wisse nichts von einer Strafanzeige. Rund 150 Millionen der angelegten Summe von fast 200 Millionen Namibia Dollar sind laut Bericht über mehrere Stationen auf Konten geflossen, die nicht mehr aufzuspüren sind.

Ein Dialog mit Deutschland über den Völkermord während der Kolonialzeit ist wenig glaubwürdig, wenn Vertreter der betroffenen Volksgruppen ausgeschlossen werden. Das habe Präsident Hage Geingob nach einem Treffen mit den Vertretern der Opferverbände der Nama und Herero, Ida Hoffmann und Vekuii Rukoro, im Staatshaus erklärt, berichtet der Namibian. Selbst wenn man zu einem guten Ergebnis komme, sei es wenig glaubwürdig, wenn einige Gruppen am Zustandekommen nicht beteiligt waren. Zugleich rief Geingob alle beteiligten Gruppen zur Geschlossenheit auf. Die beiden Opferverbände sind nicht im Rat des Sonderbeauftragten Zed Ngavirue vertreten, der die Gespräche mit Deutschland führt. Bislang hat die Regierung eine direkte Beteiligung dieser Gruppen am Dialog abgelehnt.

Die Regierung in Ankara geht weiter mit aller Härte gegen Kritiker vor. Gegen den Online-Chef der regierungskritischen Zeitung Cumhuriyet ist Haftbefehl erlassen worden. Ihm wird die Verbreitung von Terrorpropaganda vorgeworfen. Seit dem Putschversuch in der Türkei wurden bereits zahlreiche Redakteure der Zeitung verhaftet oder angeklagt. Ankara wirft dem Blatt vor unter Kontrolle des Predigers Gülen zu stehen, der für den Putschversuch verantwortlich gemacht wird.

US-Präsident Trump tappt offenbar von einem Fettnäpfchen ins nächste. Wie die Washington Post schreibt, soll er Russlands Außenminister Lawrow brisante Geheimdienst-Informationen über neue IS-Anschlagsmethoden verraten haben. Informationen, die die USA von einem befreundeten Geheimdienst haben - und die nicht weitergegeben werden durften. Trump habe aber regelrecht damit geprahlt, heißt es. Trumps Sicherheitsberater dementiert zwar - aber auch andere Medien berichten, dass Regierungsbeamte nach dem Treffen die Geheimdienste informiert haben - aus Sorge, dass ihre Quellen gefährdet sein könnten.

Kommunale Farmer im Norden Namibias werden auch weiterhin Löwen töten, die ihr Vieh bedrohen. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf einen Farmer in der Region Omusati, der in den vergangenen Wochen.  16 Rinder verloren hat. Man werde das Vieh vor Raubtieren schützen und nicht mehr auf das Umweltministerium warten. Am Freitag war einer von vier Löwen getötet worden, die vom Etosha Nationalpark aus in das Farmgebiet eingedrungen waren. In einem anderen Gebiet im Norden des Landes richtet eine Elefantenherde Schäden in Getreidefeldern an. Das Umweltministerium warnte Farmer vor eigenmächtigem Handeln.

Der bekannte ehemalige Geschäftsmann Konrad Woermann ist tot. Laut Republikein starb er am Freitag im Alter von 86 Jahren in Swakopmund. Konrad Woermann hat 1960 die Geschäftsführung von Woermann Brock & Co übernommen und das Unternehmen durch die Einführung von Selbstbedienungsläden sowie die Gründung mehrerer Filialen erweitert. 1998 übergab er es an seine Söhne Ingo und Jesko und trat 2001 aus Gesundheitsgründen in den Ruhestand. Neben seinen Söhnen hinterlässt er seine Frau Gaby. Details zur Beerdigung sind laut Republikein noch nicht bekannt.

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