2016

2. September 2016 – Nachrichten am Morgen

todaySeptember 2, 2016

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Die Regierung Namibias wird die Entsalzungsanlage nördlich von Swakopmund nicht für drei Milliarden Namibia Dollar kaufen. Das habe Wasserminister John Mutorwa gestern im Küstenort auf einer Versammlung zur Wasserversorgung in der Region erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Man wolle weiter mit dem französischen Uran-Konzern Areva verhandeln. Zudem solle bis 2018 eine eigene Anlage errichtet werden. Derartige Pläne gibt es laut Nampa bereits seit 2008, jedoch mangele es bislang an einem geeigneten Anbieter. Der Gouverneur der Region Erongo, Cleophas Mutjavikua, hatte sich für den Kauf der Anlage von Areva ausgesprochen. Investoren würden aus Sorge vor der Wasserknappheit bereits zögern, in der Region ein Standbein zu errichten.

Die Lehrer an den Regierungsschulen Namibias entscheiden am kommenden Dienstag über einen Streik. Wie der Namibian berichtet, wurde die für gestern angesetzte Abstimmung verschoben, weil von Seiten des Ministeriums keine offiziellen Beobachter zur Verfügung standen. Zudem werde die Urabstimmung der Lehrer-Gewerkschaft NANTU von der konkurrierenden Gewerkschaft TUN unterstützt. NANTU fordert für seine 27.000 Mitglieder acht Prozent mehr Gehalt. Laut Regierung sind angesichts der Wirtschaftslage mehr als fünf Prozent nicht finanzierbar. Demnach entfallen bereits 21 Prozent des Gesamthaushalts auf die Bildung und davon wiederum 73 Prozent auf Gehälter.

In Venezuela haben hunderttausende Menschen gegen den sozialistischen Präsidenten Maduro protestiert. Die konservative Opposition hatte die Kundgebung in der Hauptstadt Caracas organisiert. Die Teilnehmer fordern einen Volksentscheid über Maduros Absetzung, um Neuwahlen zu ermöglichen. Im Parlament hat die Opposition seit Dezember die Mehrheit. Sie macht Maduro für die schwere Wirtschaftskrise und die hohe Inflation in Venezuela verantwortlich. Lebensmittel und Medikamente sind knapp. Außerdem hat die Kriminalität stark zugenommen. Maduro selbst erklärte, er habe kurz vor den Demonstrationen einen Putsch vereitelt. Er kündigte an, mit eiserner Hand durchzugreifen – und Abgeordneten die Immunität zu entziehen.

Eine Rakete des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX ist bei einem Test in Florida explodiert. Im Umkreis mehrerer Kilometer schwankten die Gebäude. Verletzt wurde niemand. Das Ganze ist auch ein Rückschlag für Facebook – das soziale Netzwerk wollte am Wochenende mit der Rakete einen Satelliten ins All bringen, der Afrika einen kostenlosen Zugang zum Internet ermöglichen sollte. Facebook-Chef Zuckerberg zeigte sich zutiefst enttäuscht.

Namibia steht bei ausländischen Fluglinien zurzeit hoch im Kurs. Mit Turkish Airlines und Emirates sowie Kenya Airways hätten drei weitere Fluggesellschaften Landerechte in Namibia beantragt, teilte der Chef der Namibia Airports Company (NAC), Tamer El-Kallawi laut Namibian mit. Die Anträge würden geprüft und zwischen den Regierungen der betreffenden Länder vereinbart. Vor zwei Jahren hatte Air Namibia laut damaligem amtierenden Geschäftsführer René Gsponer eine Kooperation mit Emirates, Turkish Airlines und Qatar Airways angestrebt sowie ein Code-Sharing mit Kenya Airways vereinbart. Namibia wird in Kürze von Qatar Airways, KLM und Ethiopian Airlines angeflogen.

An diesem Wochenende verabschiedet sich in Namibia der Winter – zumindest in puncto Uhrzeit. Am Sonntag werden die Uhren um 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt. Damit ist es abends scheinbar eine Stunde länger hell. Die Sommerzeit gilt bis zur Umstellung auf Winterzeit am ersten Sonntag im kommenden April. Allerdings denkt die Regierung darüber nach, die Winterzeit abzuschaffen. Ende vergangenen Februars war die Frist für Eingaben abgelaufen. Die Wirtschaft beklagt, aufgrund der Zeitverschiebung für den täglichen Kontakt zu Firmen in Südafrika vier Stunden am Tag zu verlieren.

Geschrieben von: Redaktion

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2. September 2016 – Sport am Morgen

Namibischer Sport Olympische Spiele Erstmals hat sich das Namibische Nationale Olympische Komitee offiziell zum Abschneiden bei den Spielen in Rio de Janeiro geäußert. Es gäbe laut dem Chef de Mission, Jesse Schickerling, eine Menge aufzuarbeiten. Die Verhaftung des namibischen Boxers Junius Jonas habe das ganze Team durcheinander gebracht. Er befinde sich immer noch in Brasilien und erwartet seine nächste Verhandlung. Hauptproblem Namibias sei aber die finanzielle Unterstützung. Das Komitee habe je Sportler 100.000 Namibia Dollar pro Jahr zur Vorbereitung erhalten. […]

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