Samstag 19. Juni 2021

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9. Juni 2021 - Nachrichten am Morgen

Island wird keine Staatsbürger in der „Fishrot“-Affäre nach Namibia ausliefern. Dies stellten die dortigen Behörden dem Namibia  nach klar. Namibia will drei isländische Mitarbeiter des Fischereikonzerns Samherji im Verfahren gegen hochrangige namibische Politiker und Geschäftsleute anhören. Die isländischen Gesetze zur Auslieferung von Staatsbürgern seien aber absolut klar. Deshalb habe auch ein formelles Auslieferungsgesuch keine Chance. Während in Namibia das Gerichtsverfahren gegen die ersten Hauptverdächtigen im größten Korruptionsskandal des Landes überhaupt begonnen hat, halten in Island die Ermittlungen noch an.

Ein Mitarbeiter des Namibia Institute of Pathology NIP soll Daten zur COVID19-Pandemie in Namibia manipuliert haben. Dies teilte das NIP in einer Erklärung mit. Demnach sei die Person umgehend vom Dienst suspendiert worden. Ein solches Verhalten sei inakzeptabel, hieß es weiter dazu. Man habe weitere interne Disziplinarmaßnahmen eingeleitet. Zudem werde Anzeige bei Nampol gestellt und die Anti-Korruptionskommission über den Vorfall informiert.  In welcher Form die Daten manipuliert wurden, werde noch abschließend analysiert und soll in Kürze öffentlich gemacht werden. 

Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila hat gestern die Nationalversammlung zum geplanten Genozid-Abkommen mit Deutschland informiert. Kuugongelwa-Amadhila  betonte, dass in jahrelangen Verhandlungen mit Deutschland die Ideen und Vorschläge der direkt betroffenen Bevölkerungsgruppen aktiv mit eingeflossen seien. Die traditionellen Vertreter in den für die Wiedergutmachung vorgesehenen sieben Zielregionen werden auch weiterhin aktiv in den Prozess eingeschlossen bleiben. Das Abkommen werde nun von den Außenministern beider Länder unterzeichnet und müsse dann vom Parlament ratifiziert werden. Durch die Einrichtung einer bi-nationalen Kommission werden Namibia und Deutschland in Zukunft als gleichberechtigte Partner noch enger zusammenarbeiten.

Namibia macht im Kampf gegen die Wilderei auf besonders geschützte Tierarten weiterhin positive Fortschritte. Dies ist der Eindruck des Umweltministeriums, wie aus einer Presseerklärung hervorgeht. Auch seit Anfang des Monats gelangen durch Festnahmen und Konfiszierung von Wildtierprodukten wichtige Schläge gegen die Wilderei. Seit Jahresbeginn seien vier Nashörner und lediglich ein Elefant gewildert worden. Das zwei Mitglieder einer Anti-Wilderer-Einheit der Armee und Polizei in aktuelle Fälle involviert seien, ist tragisch, heißt es. Die Festnahme zeige aber, dass es sich um Einzelfälle handele und die Einheiten nicht generell in die Wilderei involviert seien. Die Ermittlungen dauern an, so dass unklar ist woher diese gewilderten Tiere stammen und um wie viele es sich handelt.

Die Fluggesellschaft Condor hat die Wiederaufnahme ihrer Verbindung nach Namibia kurzfristig um einige Tage verschoben. Wie Reisende berichten, seien die ab dem 28. Juni geplanten Flüge abgesagt worden. Aus dem Online-Portal der Fluggesellschaft geht hervor, dass nun ab dem 5. Juli geflogen werden soll. Weiterhin ist für den Nordsommer bis Ende Oktober geplant, dass Condor zwei Mal pro Woche zwischen Frankfurt und Windhoek verkehrt. Zum Einsatz kommen soll eine Boeing 767-300 in einer 3-Klassen-Konfiguration.

Der südafrikanische Gesundheitsminister Zweli Mkhize wurde beurlaubt. Dies berichten Medien übereinstimmend. Demnach sei Staatspräsident Cyril Ramaphosa damit iner Bitte Mkhizes nachgekommen. Der Minister war seit Tagen in der Kritik, da er einen Auftrag des Gesundheitsministeriums in Höhe von 150 Millionen Rand an zwei ehemalige Geschäftspartner vergeben haben soll. Er habe zudem zugestimmt sich der Integritätskommission seines ANC zu überstellen. Diese werde parteiintern über die Zukunft Mkhizes entscheiden, der bisher als wahrscheinlichster Nachfolger von Ramaphosa im Amt des Staatspräsidenten galt. – Tourismusministerin Mmamoloko Kubayi-Ngubane übernimmt interimistisch nun auch das Gesundheitsressort

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